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Am 05. Dezember 2016 fand im Münchner Löwenbräukeller das erste ImmoCircle-Event statt. Unter diesem Namen wird die Immobilienwirtschaft in München zukünftig quartalsweise zusammenkommen, um über das brandaktuelle Thema Digitalisierung zu sprechen. Damit ist der ImmoCircle das einzige Format in München, das sich ausschließlich diesem wichtigen Thema widmet.

Der erste ImmoCircle wurde von dem PropTech-Startup IMMOSIST aus München organisiert. Auch deshalb war der erste Referent Dominic Fänders, der in der Geschäftsleitung von IMMOSIST unter anderem den Vertrieb verantwortet.

Dominic Fänders verdeutlichte in seinem Impulsvortrag die Wichtigkeit des Themas Digitalisierung. Dabei nahm er Anleihen an vorherige strukturelle Veränderungen. Denn Marktmacht und Größe schützen vor dem Untergang nicht. Unternehmen wie Kodak, Palm, Nokia und Polaroid haben wichtige Trends verschlafen und wurden innerhalb kürzester Zeit aus dem Markt gedrängt. An ihre Stelle traten exponentiell wachsende Geschäftsmodelle, die Stars unserer Zeit: Tesla, AirBnB, Uber, Netflix usw.

Gleichzeitig ist die Ignoranz bei der Digitalisierung ein typisches Problem in der Immobilienwirtschaft. Fänders berichtete aus etlichen Kundengesprächen von den Reaktionen auf das Thema, die von großem Unverständnis der Materie zeugen. Viele Ältere Spieler in der Branche verbinden mit Digitalisierung nicht viel mehr als eine Unternehmenswebsite. Anschließend führte Fänders in aller Kürze aus, wie seine Firma IMMOSIST die Abwicklung von Versicherungsschäden in Hausverwaltungen digitalisiert hat. Chronisch überbelasteten Hausverwaltern werden damit Freiräume geschaffen, sie sparen faktisch eine Menge Personalstunden.

Der zweite Redner am Abend war Till Schicke, Head of Business Development bei tado in München. Tado entwickelt smarte Heizsysteme, die Bewegungsprofile der Bewohner und auch Wetterdaten nutzen, um die Heizkosten zu senken. Die Heizung lernt dabei hinzu, beispielsweise welche Heizwirkung Sonneneinstrahlung in einem bestimmten Gebäude auf die Temperatur hat. Selbstredend ist, dass tado auch per Mobile App gesteuert werden kann.

Der letzte Beitrag kam vom extra aus Berlin angereisten Dr. Christian Bogatu. Bogatu ist einer der Gründer des mittlerweile sehr erfolgreichen Berliner Unternehmens KIWI.KI. Das Unternehmen bietet schlüssellose Türsysteme an. Wenn man den RFID-Schlüssel in der Tasche trägt, summt die Eingangstür schon aus einem Meter Entfernung und gewährt Eintritt. Also kein lästiges Suchen mehr bei vollen Händen. KIWI stößt auf besonders positive Resonanz in der Abfallwirtschaft, bei Handwerkern, bei Rettungsdiensten und der Post. Also allen Berufsgruppen, die häufig und unter großem Zeitdruck in Gebäude müssen und so keine Schlüsselbunde mehr mit sich führen müssen.

Damit stand der erste ImmoCircle ganz im Zeichen des Smart Homes, da sowohl tado, als auch KIWI einfache Lösungen für vormals sehr analoge Probleme bieten. Die mehr als 25 Gäste haben die Vorträge genossen und anschließend noch in geselliger Runde bei bayerischer Brotzeit den Abend ausklingen lassen.

Der nächste ImmoCircle in München wird im März 2017 stattfinden.